Tipps und Hinweise

Mai 29, 2016 by alpha

An dieser Stelle geben wir unsere Erfahrungen und Kenntnisse weiter, die aber auch als interne Anleitungen verstanden werden dürfen.

 

Gruppenfahren

1. Allgemeines
2. Bundesstraßen und Autobahnen
3. Überholen
4. Notfallsituationen
5. Witterungsbedingte Gefahren
6. Parken

Allgemeine Biker-Infos

z. B. was ist ein Chapter? …ein MC? …ein Colour?

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Gruppenfahren

1.Allgemeines

Vor Fahrtantritt habt ihr sicher noch einmal euer Bike gründlich inspiziert und die richtige Bekleidung gewählt. Auch wenn es sonnig und warm zu werden scheint, solltet ihr auch wärmere Kleidung und Regenbekleidung mitnehmen – ebenso das Mobiltelefon, den Erste-Hilfe-Satz, Werkzeug und das Handbuch – man weiß ja nie.
Der Road Captain (m/w) soll die Grundregeln ansprechen und spezielle Hinweise für den Tagesablauf geben. Dazu gehören der Routenverlauf, der Ablaufplan mit den Pausen etc. sowie Informationen über Restaurants und Tankstellen entlang der Strecke. Zudem wird er euch eine Mobilnummer für Notfälle geben. Alle Teilnehmer sollten hierbei aufmerksam zuhören und sich nicht scheuen, Fragen zu stellen!

Bei größeren Gruppen empfiehlt es sich, diese in kleinere Gruppen von max. 10 – 12 Fahrern aufzuteilen und auch für den Fall Absprache zu treffen, dass jemand von der Gruppe getrennt wird. Wenn man die Treffpunkte und -zeiten vorher kennt, mindert das den Druck und verleitet nicht zum Rasen. Üblicherweise schließt der Road Captain die Einweisung mit Instruktionen zu einigen allgemein verwendeten Handzeichen bei Gruppenfahrten ab. Sie sind wichtig für die Verständigung mit den anderen Teilnehmern und um die Gruppe zusammenzuhalten. Einige der allgemein üblichen Handzeichen findet ihr weiter unten.

Grundsätzlich gelten folgende Regeln:

  • Gefahren wird in Staffelformation, d.h. der Road Captain fährt vorne links, der nächste dahinter seitlich nach rechts versetzt, der Dritte, wieder links, u.s.w.
  • Sonderabsprachen sind möglich
  • Ungeübte Fahrer oder Fahrer mit wenig oder keiner Gruppenerfahrung fahren vorne, direkt hinter dem Road Captain
  • Innerhalb der Formation gilt Überholverbot
  • Bei Lücken innerhalb der Formation wird von hinten nach vorne aufgeschlossen und NICHT von links nach rechts bzw. umgekehrt die Spur gewechselt

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  • Jeder Fahrer ist für das hinterihm fahrende Motorrad mit-verantwortlich und hat die eigene Geschwindigkeit so anzupassen, dass der Hintermann “dranbleiben” kann
  • Jeder Fahrer ist für das vorihm fahrende Motorrad mit-verantwortlich und hat die eigene Geschwindigkeit so anzupassen, dass dem Vordermann stets die volle Fahrbahnbreite zur Verfügung steht, falls dieser plötzlich einem Bodenhindernis ausweichen muss
  • Die Gruppe hat immer dem Road Captain zu folgen, auch falls ein Teilnehmer meint, dass die Strecke nicht die Richtige ist oder falsch abgebogen wurde; Eigenmächtigkeit ist hier fehl am Platz, auch wer es nicht gern hört, so gilt doch sinngemäß: der Road Captain hat immer Recht!

 

 

 

 

2.Bundesstraßen und Autobahnen

Eine Staffelformation ist besonders auf Autobahnen und Bundesstraßen wichtig. Das Auffahren sollte in Reihe erfolgen, wobei der Road Captain solange eine etwas niedrigere Geschwindigkeit vorgeben muss, bis das Aufschließen der anderen erfolgt ist. Wenn die Länge des Konvoi es erlaubt, soll der letzte Fahrer zuerst nach links auf die rechte Fahrspur der Autobahn schwenken, um den Platz für die Gruppe zu “sichern”. Bei Anschlussstellen ist immer darauf zu achten, ob andere Verkehrsteilnehmer ein- oder ausscheren wollen, wenn die Gruppe die rechte Fahrspur benutzt. Die eigene Sicherheit geht vor! Die Ausfahrt von einer Bundesstraße/Autobahn sollte möglichst in Reihe erfolgen. Das ermöglicht einen größeren Sicherheitsabstand und gibt den Fahrern mehr Zeit, am Ende der Ausfahrt oder beim Wechsel auf eine andere Straße zu reagieren. Ist ein Anhalten erforderlich, so wird paarweise nebeneinander gehalten, um beim Anfahren sogleich wieder die Staffelformation einzunehmen. Paarweises Anhalten gilt auch allgemein an Verkehrsampeln und bei Staus.

 

3.Überholen

konvoi1Überholvorgänge sollten auf Autobahnen und vierspurigen Bundesstraßen immer geschlossen, quasi wie EIN Fahrzeug, erfolgen. Wenn es die Sicherheit erlaubt, muss der Road Captain signalisieren, dass die Gruppe geschlossen die Fahrspur wechseln und überholen kann. Beim Überholen von LKWs sollten immer nur ca. drei Bikes auf einmal überholen. Das erleichtert eventuelle Ausweichmanöver. Auf zweispurigen Straßen ist einzeln zu überholen und nur, wenn kein Überholverbot besteht.   Der Führungsfahrer sollte auch nach dem Überholen weiter in der linken Spur bleiben, um dem nachfolgenden Fahrer ausreichend Platz zu lassen. Dann sollte der nächste Fahrer auf die Überholspur wechseln, überholen und wieder in die rechte Fahrspur wechseln, um dem nächsten Fahrer das Überholen zu ermöglichen. Der Rest der Gruppe sollte nach dem gleichen Muster überholen.

 

4.Notfallsituationen

Im Fall einer Panne oder eines Unfalls sollten alle nachfolgenden Fahrer anhalten, inkl. des “Sweep Riders” (i.d.R. ein “Safety”-Officer als letzter Fahrer) und des Begleitfahrzeugs (sofern eines vorhanden ist). Die anderen Fahrer sollten ihre Fahrt bis zum vereinbarten Haltepunkt fortsetzen, denn ein Wenden könnte zu weiteren Komplikationen führen. Der Sweep Rider sollte die Situation einschätzen und bei einer wahrscheinlichen Verzögerung einen Fahrer zum nächsten geplanten Haltepunkt schicken, um den Rest der Gruppe zu informieren, und bei Bedarf telefonisch medizinische Hilfe anfordern.

 

5.Witterungsbedingte Gefahren

Fahren mit Blick in die Sonne kann für Motorradfahrer gefährlich sein, denn das grelle Licht kann die Sicht erschweren. Außerdem kann es zu verstärkter Müdigkeit beitragen. Bei tief stehender Sonne ist es deshalb ratsam, eine Pause mehr einzulegen. Wenn ein Fahren in die Sonne unvermeidbar ist, sollte die Geschwindigkeit reduziert und der Abstand vergrößert werden. Bei Nachtfahrten kommt es vor allem darauf an, gesehen zu werden. Reflektierende Westen sind hier sehr zu empfehlen. Überzeugt euch, dass die Beleuchtungseinrichtung funktioniert und die Scheinwerfer korrekt eingestellt sind. Verringert die Geschwindigkeit, erhöht den Abstand und denkt daran, dass mögliche Hindernisse bei Nacht schlechter zu erkennen sind.
(Anm. BHC: Größerer Abstand empfiehlt sich erfahrungsgemäß auch auf unbefestigter Wegstrecke, um Schlaglöcher früher erkennen zu können!)

 

6.Parken

Parkt Eure Bikes wann immer möglich zusammen. Vermeidet es, sie an Abhängen oder zur Straßenmitte zu parken. Sucht besser nach Plätzen, wo die Maschinen in Fahrtrichtung bzw. fertig zum Ausfahren geparkt werden können. Die Bikes sind nach Möglichkeit so zu parken, dass die Gruppe gemeinsam wieder abfahren kann. Das Anfahren des Parkplatzes jedes Einzelnen hat daher so zu erfolgen, dass am Ende die Bikes ausgerichtet nebeneinander stehen. Auch hier, wie auch beim Anfahren an einer Ampel, soll der Road Captain anfangs eine langsamere Geschwindigkeit wählen, um alle aufschließen zu lassen.

Wesentliche Teile dieser Informationen zum Fahren in der Gruppe wurden dem Guide to Group Riding Handbook der Harley-Davidson® Rider’s Edge®/MSF®entnommen und redaktionell bearbeitet

 

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Allgemeine Biker-Infos

Quelle: Homepage der Bikers News, 10/2008, Huber-Verlag, 68239 Mannheim

 

Was ist ein MC?

MC heißt „Motorcycle Club“ und ist im Idealfall eine fest geordnete Bruderschaft von 10 bis 20 Rockern.

 

Was ist ein Colour?

Das Colour ist das Wappen des Clubs. Es ist in der Regel dreiteilig mit Namen, Bild und Herkunftsort. Dazu kommen die Buchstaben „MC“. Clubs sehen es nicht gerne, wenn ihr Colour oder Teile davon, manchmal auch nur Farbkombinationen, kopiert werden.

 

Was für ein Colour darf man tragen?

Grundsätzlich gilt nur eins: Jeder Rückenaufnäher sollte mit Bedacht aufgetragen werden. Empfehlenswert bei Neugründungen von Clubs oder Fahrgemeinschaften ist darüber hinaus immer ein Inserat in unseren Clubnachrichten. Und nach der Veröffentlichung wartet einfach auf das, was passiert. Wir können Euch aber weder Lebenshilfe und Beratung in Stilfragen bieten, noch versenden wir Formulare für Einsteiger. Grundsätzlich gibt es keine Gesetze in der Szene, die wir womöglich kodifizieren oder verwalten. Sowas schaffen nicht mal deutsche Rocker.

 

Dürfen Freebiker ein Colour tragen?

Freebiker sind freie Biker, also Biker ohne Mitgliedschaft in einem Club. Es wäre ein Widerspruch in sich, als Freebiker mit einem Colour unterwegs zu sein. Trotzdem probieren es viele, oft mit Rückenabzeichen aus einem Katalog. Wer so unterwegs ist, macht sich bei Einprozentern lächerlich. Wer Freebiker ist, und trotzdem ein Abzeichen auf dem Rücken tragen will, dem empfehlen wir das Freebiker Germany-Patch aus unserem Szeneshop. Es ist weder dreiteilig, noch zeigt es die Buchstaben MC. Es kann also mit keinem gängigen Colour verwechselt werden.

 

Was ist eine Kutte?

Die „Kutte“ ist die ärmellose Weste, auf deren Rücken das Colour getragen wird. Vorne ist in der Regel der Rang in der Clubordnung abzulesen.

 

Was ist ein Chapter?

Wenn ein Club einen weiteren Club an einem anderen Ort unter gleichem Colour gründet oder aufnimmt, so bildet er ein Chapter. Große Clubs haben bis zu 20 oder mehr Chapter.
(Anm. BHC: Der Begriff ‘Chapter’ ist nicht schutzfähig und kann daher von jedermann verwendet werden)

 

Wie gründe ich einen MC?

Grundsätzlich geht das nicht über Nacht. In jedem Fall müsst Ihr als solide Gemeinschaft in der Szene eingeführt sein. Lasst Euch also lange genug und zunächst ohne Colour blicken, macht Euch bekannt bei den benachbarten Clubs und sprecht Euch mit ihnen ab. Andernfalls kann es Ärger geben. MCs erheben nämlich häufig Gebietsansprüche.

 

Was sind Gebietsansprüche?

Clubs sehen es nicht immer gerne, wenn in ihrer Nachbarschaft oder gar im gleichen Ort ein weiterer Club aufgemacht wird. Als Grund wird die Vermeidung von Verwechslungen vorgegeben, weil am Ende sie die Polizei vor der Tür haben, wenn andere Stress machen.
Das muss nicht immer stimmen. Grund für Gebietsansprüche sind oft genug auch nur einfaches Revierverhalten und der Ehrenkodex, sich als Club für seine Sache gerade zu machen. Auch gibt es kommerzielle Gründe, denn mit einem Club und seinen Institutionen, wie Tätowier-Studio oder Motorrad-Werkstatt, lässt sich Geld verdienen.

 

Gibt es kriminelle MCs?

Grundsätzlich nicht! Allerdings kommt es vor, dass einzelne Mitglieder oder gar ganze Clubs ins Rotlichtmilieu, in Drogenhandel oder Schutzgelderpressungen verwickelt sind. Andere tun gerne so, als wäre das der Fall, weil sie sich mit einem gefährlichen Eindruck schmücken wollen. Das sind allerdings Ausnahmen, die von der bürgerlichen Presse gerne breitgetreten werden. Bei aller Klage darüber gilt: Grundsätzlich sind Rocker eben keine Modelleisenbahner!

 

Wie werde ich Mitglied in einem MC?

Lasst Euch in der Szene blicken. Kontaktadressen findet ihr in der BIKERS NEWS oder auf Clubveranstaltungen. Jeder Club macht in der Regel eine Party im Jahr und veranstaltet offene Abende in seinem Clubhaus. Dort werdet Ihr schon ins Gespräch kommen, wenn Ihr nicht aufs Maul gefallen seid.
Besauft Euch nicht sinnlos und rempelt keinen an. Schwallt niemanden voll, gebt nicht an, seid offen und ehrlich. Dann werdet Ihr Anschluss finden. Alles weitere ergibt sich. Auf eine eventuelle Mitgliedschaft werdet Ihr beizeiten angesprochen, brecht nichts übers Knie!

 

Wie verläuft der weitere Weg zur Mitgliedschaft?

Zunächst wirst Du ein sogenannter „Hangaround“ sein. Du hängst halt mit dem Club rum und machst vieles ohne Colour mit. Die offizielle Anwartschaft beginnt als „Prospect“. Da trägst Du einen Teil des Colours und musst Dich über längere Zeit in Deiner Zuverlässigkeit für den Club bewähren. Erst dann wirst Du eines Tages vollwertiges Mitglied, also „Member“.

 

Was ist ein Einprozenter?

Das 1%-Patch geht angeblich auf ein Ereignis im Jahr 1947 in Hollister / USA zurück. Während eines Renn-Wochenendes kam es zu Schlägereien und Auseinandersetzungen mit der Polizei, die später als Hollister Bash“. bezeichnet wurden. Die American Motorcycle Association (AMA) soll damals die Wogen zu glätten versucht haben, indem sie verkündete, dass nur ein Prozent aller Biker zu derartigen Ausschreitungen neigen. Dabei kann es sich um eine Legende handeln, denn die AMA dementiert eine solche Behauptung. Trotzdem tragen die Outlawbiker seitdem das 1%-Patch in ironischer Verkehrung – aber auch mit Stolz

 

Könnt ihr mir mal eben eine Liste aller Clubs rüber mailen?

Nein. So eine Liste gibt es nicht, nicht mal in Deutschland, und das ist gut so. Auch wir sind nicht die Verwalter der Szene, zumal die Clublandschaft viel zu lebendig ist, als dass sie sich so einfach verwalten ließe.
Für einen ersten Überblick kann die Seite www.german-colours.de helfen. Sie wird privat betrieben. Sie ist allerdings genauso wenig vollständig wir irgendeine andere Liste.
(Anm. BHC: Der letzte Absatz des Zitates wurde von uns redigiert, da es die damals von der BN empfohlene Website nicht mehr gibt!) 

Woher bekomme ich dann die Adresse eines MCs?

Die findest Du in den Clubnachrichten der BIKERS NEWS oder in unserer Linkliste auf dieser Homepage. In den Clubnachrichten geben wir den MCs jeden Monat aufs Neue die Möglichkeit, ihre Adresse zu veröffentlichen. Tun sie das nicht, haben sie ihre Gründe dafür. Die Redaktion der BIKERS NEWS gibt deshalb keine weiteren Adressen an Leser oder Clubs weiter.

 

Wie finde ich raus, welche Clubnamen oder Colours schon vergeben sind?

Gewisse Namen und Namenskombinationen sind schon mehrfach vergeben. Wer jetzt noch die Wörter „Black”, „Death“, „Rider“, oder „Biker“ in seinem Namen unterbringen will, ist nicht nur phantasielos, sondern selbst schuld. Auch gewisse Farbkombinationen in Schriftzügen sind schon vergeben. Sie sind allerdings zu vielfältig und auch oft regional gebunden. Wir können sie hier nicht aufzählen, zumal keine dieser Auskünfte in der bunten und schnelllebigen Clublandschaft jemals verbindlich sein könnte. Lies aufmerksam die Clubnachrichten und halte Dich eine Weile in der Szene auf. Dann bekommst Du ein Gespür für das, was geht.

Welche Gesetze gelten in der Szene?

Niemand führt ein Gesetzbuch, und es gibt auch keine Richter, deren Spruch Gültigkeit hätte. Auch wir sind weder Richter noch Gesetzgeber. In unserem Buch Alles über Rocker schildern wir viele Fälle, die mit den ungeschriebenen Gesetzen unter Bikern und MCs zu tun haben. Sie sind insofern sehr lehrreich.
Darüber hinaus gilt nur eines: Voreiligkeit ist fehl am Platz. Wer über Nacht einen MC gründen will, weil ihm gerade ein Colour-Motiv eingefallen ist, aber noch nicht mal eine Mitgliedergemeinschaft vorweisen kann, der sollte sich über keine Folgen wundern. Es ist grundsätzlich ratsam, sich mindestens eine Saison in der Szene aufzuhalten und Treffen zu besuchen, um ein Gespür für die möglichen Umgangsformen zu bekommen.

Was für ein Motorrad brauche ich als Rocker?

Hängt ganz vom Club ab. Bei vielen ist in der Clubsatzung der Besitz einer Harley vorgeschrieben. Ansonsten werden Chopper jeder Art bevorzugt. Das sind Motorräder, die aller überflüssigen Zubehörteile entledigt wurden, um ein möglichst schnörkelloses und ehrliches Motorrad zu fahren. Schnell muss es nicht immer sein, aber laut und in keinem Fall von der Stange.

Wie bekomme ich so ein Motorrad?

Tja, genau die Erfahrung muss jeder echte Biker und Rocker selbst machen. Man kann eben nicht alles fertig kaufen. Genau daran muss jeder beweisen was er kann. Tipps, wie man sich eine Harley baut „die lang, schwarz und böse aussieht“ geben wir deshalb nicht! Im Ernst, solche Fragen flattern immer wieder bei uns rein.

Wie kommt man an eine Helmbefreiung?

Eine Helmbefreiung ist mit ärztlichem Gutachten möglich. Unsere Erfahrung damit: Ihr werdet täglich einmal von der Polizei angehalten und müsst eure Helmbefreiung aus der Jacke zerren. Bei der Gelegenheit wirft der Wachtmeister auch gleich mal einen genaueren Blick auf euer Maschinchen.
Wenn ihr’s trotzdem wagen wollt: Die Biker Allianz bietet ärztliche und behördliche Formulare zur Helmbefreiung an. Ihr könnt sie kostenlos von der Homepage der Biker Allianz runterladen.

Muss mein Helm eine bestimmte ECE-Norm haben?

Nein. Auch Helme ohne ECE-Norm sind zulässig. Aber im Falle eines Unfalles könnte es passieren, dass eure Versicherung sich beim Zahlen querstellt. Offiziell nicht zulässig sind nur Helme, die offensichtlich keine ausreichende Schutzwirkung bieten, wie beispielsweise Bau-, Feuerwehr- oder Stahlhelme.
(
Anm. BHC: In Italien ist ein Helm mit ECE-Norm vorgeschrieben, die allerdings auch älter sein kann – es drohen drakonische Strafen!)

Kann die Polizei mein Motorrad nur aufgrund einer vermeintlich zu lauten Auspuffanlage auf der Stelle beschlagnahmen und in Verwahrung nehmen?

Normalerweise bekommt man einen Mängelbescheid und gegebenenfalls die Aufforderung zu einer weiteren Vorführung. Aber auch die Polizei weiß inzwischen, dass ihre Klienten zur Vorführung ordentliche Dämpfer anschrauben, um just danach wieder mit Knalltüten weiterzufahren. Deshalb zieht sie die Fahrzeuge oder auch nur die Dämpfer zur Beweissicherung ein. Bei Harleys ist das inzwischen die Regel, nicht die Ausnahme. Wer mit Knalltüten fährt, für den gilt nämlich nur eins: Er darf sich nicht erwischen lassen!

Könnt Ihr Anwälte empfehlen, wenn es hart auf hart kommt?

Wir führen eine nach Postleitzahlen sortierte Liste mit Anwälten, die sich für Biker engagieren. Von denen dürfen wir aber aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keinen empfehlen. Ihr müsst selbst checken, ob die Männer fit sind. Eure Erfahrungen interessieren uns dann natürlich.
Auch die Biker Union führt eine Liste von Anwälten für Biker. In der Regel wird sie im Mitglieder-Magazin der Biker Union veröffentlicht. Wir können eine Mitgliedschaft in der Biker Union schon aus diesem Grund empfehlen. Schließlich sollte man einen Zahnarzt auch nicht erst dann aufsuchen, wenn die Schmerzen unerträglich geworden sind.
 > Biker Union e.V., Fuchstanzweg 19, 65760 Eschborn,
Tel 06173 – 60 83 70, Fax 06173 – 60 83 71.

Die bei euch abgebildeten Motorräder haben ungewöhnliche Kennzeichen. Wo bekommt man die zugeteilt?

ohne-kzNirgends. Da auch Behörden unser Heft mitlesen, bearbeiten wir die  Kennzeichen,damit die Besitzer der Motorräder keinen Ärger bekommen.

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